Cloud Computing & SaaS - HMD 275, Oktober 2010

 

Editorial:

Wir haben für Sie zwei verwandte Themen im vorliegenden Heft aufbereitet - Cloud Computing & Software as a Service.

Wahrhaft wolkig erscheint der erste Teil des Titels: Cloud Computing. Computing-Leistungen werden von Dienstleistern bezogen - so weit ist das noch nichts Neues und Aufregendes. Vielfach werden heute auch schon Server und Kommunikationshardware von spezialisierten Partnern betrieben. Cloud Computing greift diese Grundüberlegung der Vergabe von Computing-Leistungen auf und unterscheidet dabei drei Ebenen: die Bereitstellung hardwarenaher Infrastrukturleistungen (IaaS - Infrastructure as a Service), wie z.B. Rechen- oder Speicherkapazitäten, das Einräumen von Nutzungsrechten an vollständigen Softwarepaketen (SaaS - Software as a Service) über das Web und den Zugang zu Entwicklungsplattformen (PaaS - Platform as a Service). Dies ist schon ein signifikanter Fortschritt gegenüber althergebrachten Hosting-Lösungen. Die Anbieter setzen aber in den meisten Fällen noch eins drauf: Die Leistungen sind einfach und unmittelbar bei Bedarf skalierbar - ihre Abrechnung erfolgt dabei häufig nutzungsabhängig. Damit steckt sicherlich Hype-Potenzial im Thema Cloud Computing. Welche Einsatzgebiete man sich vorstellen kann, welche Nutzeffekte zu erwarten sind, wie man sich geeignete Partner auswählt und mit welchen rechtlichen Regelungen man umgehen muss, haben wir für Sie in unseren Beiträgen zusammengestellt.

Der zweite Teil unseres Titels, Software as a Service, beschreibt eine spezielle Ausprägung des Cloud Computing und liefert eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Sie kaufen Ihre Software im Normalfall nicht, um eine weitere eindrucksvolle CD/DVD in den Schrank stellen und endlich wieder eine setup.exe-Routine aufrufen zu können. Vielmehr kaufen Sie Software, um damit Probleme im Alltag effizienter bewältigen zu können. Sie beschäftigen Administratoren, um die Software zu betreuen, sie zu konfigurieren und Updates zu installieren. Was liegt daher näher, als die angestrebte Lösung direkt aus dem Web zu beziehen, externe Spezialisten damit zu betrauen, ihre Funktionalität zu gewährleisten und die Lösung weiterzuentwickeln - und auch wieder nur dann zu zahlen, wenn Sie die Software auch tatsächlich nutzen? Dieses Geschäftsmodell findet sich auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens, sonst gäbe es keine Autovermietungen, die Ihnen  individuelle Mobilität ermöglichen,  ohne ein eigenes Auto kaufen zu müssen. Mobilfunkunternehmen oder Energieversorger setzen vermehrt auf vollständig nutzungsabhängige Angebote ohne Grundgebühr.

Hans-Peter Fröschle / Dr. Stefan Reinheimer

 

Beiträge zum Themenschwerpunkt:

  • Jonas Repschläger, Danny Pannicke, Rüdiger Zarnekow:
    Cloud Computing: Definitionen, Geschäftsmodelle und Entwicklungspotenziale
  • Daniel Gull:
    Erfolgsfaktoren beim Einsatz virtuellerInfrastrukturen im Unternehmen
  • Marco Klein, Björn Pilarski, Stefan Bitzer,Matthias Schumann:
    SaaS für HR-AnwendungssystemeKriterien, Eignung und Implikationen
  • Andreas Seufert, Norman Bernhardt:
    Business Intelligence und Cloud Computing - AnforderungenPotenziale - Einsatzbereiche
  • Daniel Braß, Roland Zimmermann:
    Software as a Service - am Beispiel einer Business-Intelligence-Lösung in der Logistik
  • Benedikt Martens, Frank Teuteberg, Matthias Gräuler:
    Datenbank und Reifegradmodell für die Auswahl und Bewertung von Cloud-Computing-Services
  • Stefan Christmann, Hendrik Hilpert, Meik Thöne, Svenja Hagenhoff:
    Datensicherheit und Datenschutz im Cloud Computing - Risiken und Kriterien zur Anbieterauswahl
  • Georg Meyer-Spasche:
    Vertragsgestaltung beim Cloud Computing
  • Matthias Henneberger, Jörg Strebel, Fabio Garzotto:
    Ein Entscheidungsmodell für den Einsatz von Cloud Computing in Unternehmen

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